Meine Geschichte
Am 26. Februar 2006 verstarb eine gute Freundin von mir. Sie hatte lange mit einer besonders aggressiven Form des Krebses gekämpft. Ihr Tod war für ihre Familie und Freunde ein schwerer Verlust. Ich war voller Bewunderung und höchster Achtung vor dieser Frau, deren wichtigstes Anliegen darin bestand, selbstbestimmt und würdevoll sterben zu können.
Ihre Familie erfüllte ihr diesen Wunsch. Ich durfte in ihren letzten Minuten bei ihr sein. Langsam wich das Leben aus ihrem Körper. Sie ging und war mir so nah wie nie zuvor.
Ihr Mann bat mich, die gedenkenden Worte für seine Frau zu schreiben und zu sprechen. Angst ergriff mich vor dieser für mich außergewöhnlichen Aufgabe. Doch der Wille, für diese starke Frau, die unglaublich um ihr Leben gekämpft hatte, den Wunsch Ihres Mannes zu erfüllen, war stärker als meine Angst.
Ein guter Freund, ein Musiker, übernahm den musikalischen Teil der Trauerfeier. Er bestärkte mich nach der Feier in meinem Gefühl, die Familie und ihre Trauergäste erreicht und berührt zu haben. Vielleicht war es das Vermächtnis meiner Freundin, ihre Aufgabe für mich, in diesem Beruf tätig zu sein. Heute bin ich dankbar für diese Erfahrung und meiner Freundin immer noch unendlich nahe.![]()